
Die Ausstellung mit neuen Werkserien wie auch historischen Fotografien von 25 Fotografinnen des Kollektivs OSTKREUZ stellt der Liebe zum Bild Fragen nach der Rolle und den Entstehungsbedingungen zeitgenössischer Fotografie gegenüber: Welche Verantwortung tragen Fotografinnen heute, mit welchen Bildern können radikale gesellschaftliche Transformationen, (geo)politische Machtverschiebungen und fortschreitende ökologische Veränderungen sichtbar gemacht werden?
Die ausgewählten Arbeiten entstehen in Zeiten, in denen sich Produktionsbedingungen unaufhaltbar verändern und an den Fundamenten jener Fotografie rütteln, die OSTKREUZ nach dem Fall der Mauer bekannt gemacht haben: Teilnehmende Beobachtungen des Zeitgeschehens, die eine Brücke zwischen dokumentarischer Verpflichtung und künstlerischem Ausdruck schlagen, und ein distanzierter Blick auf die Macht gehen inmitten der radikalen Veränderung klassischer Medienlandschaften zunehmend verloren. Und doch sind es gerade diese Werkserien, die verstehende Blicke, Empathie und Einsichten in Entwicklungsprozesse und Lebenswelten ermöglichen.
